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Fachwörterlexikon

 


1.Petrographie:
Petrologie ist die Lehre von den Gesteinen, sie wird unterteilt in :

prinzipielle Petrographie :
allgemeingültige Gesetze der Entstehung, der Umbildung, der Zerstörung, Möglichkeiten der Untersuchung, Bestimmung und Gruppierung

spezielle Petrographie :
Beschreibung der einzelnen Gesteinsarten selbst


2. Gemenge:
Eine Mischung von Stoffen ohne eine chemische Beeinflußung.
3. Minerale:
Ein Mineral ist ein in sich natürlich entstandenes Teil der Erdkruste, sie haben bestimmte Kristallformen und die Wissenschaft der Minerale nennt sich Minerologie.
4. Kristall:
In einem Kristallgitter sind bestandsmäßigen Atome und Moleküle angeordnet. Somit ist das Kristall ein stofflich einheitlicher Körper mit einer strengen Ordnung im Kristallgitter.
Die Wissenschaft der Kristalle heißt Kristallographi

5. Erz
Erz ist ein der Regel ein Mineralgemenge mit nutzbaren Metallgehalt. Vereinzelt werden auch andere technische Rohstoffe als Erz bezeichnet, allerdings in der Gesteinskunde bezeichnet man alle metallischen Bestandteile als Erz.
6. Strich:
Durch das Abstreichen (reiben) eines Minerals an einer Hartporzellantafel kann man die tatsächliche Farbe eines Minerals erfahren, allerdings kann man diese Methode nur mit Mineralen der Härte 5 - 6 [nach Mohs] durchführen, da sich Minerale mit einer höheren Härte nicht mehr an Porzellan reiben.
7. Dichte:
[früher und hier = spezifisches Gewicht]

Hierunter versteht man vereinfacht das Gewicht eines Stoffes in bezug auf das Gewicht des gleichen Volumen Wassers, somit ist also Quarz mit der Dichte 2,65; 2,65 mal so schwer wie Wasser.
Die Dichte wird berechnet nach dem Verhältnis des Mineralgewichts zu dem Mineralienvolumen.


8. Mohs:
[Mohs´sche Skala]

 Die Mohs´sche Skala wurde nach ihrem Erfinder "Mohs" benannt. Sie gibt Auskunft über die Härte der Minerale, so wird diese Skala in 10 Klassen eingeteilt. Da ein weiches Mineral von einem härterem Mineral geritzt wird, staffelt sich durch diese Gegebenheit die Skala in folgende Reihenfolge.
Daher ergibt sich :
1   Talk
2   Steinsalz
3   Calcit
4   Fluorit
5   Apatit
6   Orthoklas
7   Quarz
8   Topas
9   Korund
10 Diamant


9. Mineralklassen:
die Minerale werden eingeteilt in folgende Klassen :
1.  Elementide
2.  Sulfide
3.  Fluoride, Chloride
4.  Oxide
5.  Hydroxide
6.  Karbonate
7.  Sulfate
8.  Phosphate
9.  Silikate
10. Organide

10. Calcit:
[Kalkspat, Calcium-Karbonat]

 

Das Calcit ist das Hauptgemengteil in allen Kalksteinen, Marmoren und Trümmergesteinen. Leider wird Calcit von den meisten Säuren und angegriffen und bei langer Einwirkung vollkommen zersetzt, daher sind die Kalksteine und Marmore nicht für den Einsatz mit starker Beanspruchung nicht geeignet.

Calcit erscheint meist in den Farben :
farblos, weiß, grau, bläulich, grünlich, gelb, orange, rot, braun, creme und manchmal sogar schwarz

Härte nach Mohs :  3


11. Dolomit:
[Calcium-Magnesium-Karbonat]

Meist als Hauptgemengteil in den Dolomitsteinen und dem Dolomitmarmor, er tritt aber auch als Nebengemengteil in vielen Kalkgesteinen.

Farbliche Erscheinung :
weiß, hellgrau, schmutzig-braun, creme, gelblich, rötlich

Härte nach Mohs :  3,5

Dolomit widersteht Säuren besser als Calcit, ist aber auch nicht säurefest.


12. Gips:
[Calcium-Sulfat]

 

Gips ist das HGT von Alabaster und anderen Gipsgesteinen. Seine Farbe ist meist weiß, blaugrau, bläulich, bräunlich oder rötlich gefärbt.

Härte nach Mohs :  2


13. Graphit:
[Kohlenstoff]

Dieses Mineral ist tiefschwarz und hat einen matten Glanz. Es kommt in den meisten Sedimentgesteinen vor, wie Kalkstein, Schiefer, Tongestein und Marmor, gelegentlich auch in den Gneisen, dem Quarzit und den Glimmerschiefern.

Härte nach Mohs :  1


14. Quarz:
[Silizium-Dioxid]

Neben den Feldspäten ist Quarz das häufigste Mineral in der äußeren Erdkruste. Er besitzt zwar ein Raumgitter ist aber nicht kristallisiert. Als HGT tritt er in den meisten Graniten, Tonaliten, Sandsteinen, Grauwacke, Konglomerate und Rhyoliten auf, als NGT in Schiefer und Kalksteinen. Quarz ist auch eines der widerstandsfähigen Minerale gegen Säuren auf, nur Flußsäure kann ihm schaden.

Farbliche Erscheinung :
grau, braungrau, bräunlich, blau, rötlich, gelblich, oliv, graugrün, bläulich, violett oder rot

Härte nach Mohs :  7


15. Feldspat:
Die meisten allerhäufigsten Minerale sind Feldspäte. Viele Eigenschaften der unterschiedlichen Feldspäte sind zwar gleich, weichen aber in Farbe, Kristallform und im chemischen Verhalten voneinander ab.
16. Orthoklas:
[Kalium-Feldspat, Kalium-Alumosilikat]

Orthoklas ist das HGT in den meisten Magmagesteinen, wie Granit, Syenit, Rhyolit, Trachyt, Foyait, Gneis und Schiefer, sowie als NGT in Granudiorit und Monzonit.

Farbliche Erscheinung :
weiß, rot, rötlich, rosa, purpur, orange, gelblich, helloliv, hellgrün, hellblau oder hellgrau.

Härte nach Mohs :  6


17. Na-Feldspat:
[Natrium-Alumosilikat]

Der Natrium-Feldspat ist HGT in den meisten Syeniten, in vielen Ergußgesteinen und in den Gneisen. Als NGT tritt er in den meisten Magmagesteinen, Tonschiefern, Glimmerschiefern und Quarziten auf.

Farbliche Erscheinung :
weiß, grau, dinkelgraugrün, rötlich oder gelblich

Härte nach Mohs :  6


18. Calcium-Feldspat:
[Calcium-Alumosilikat]

Dieses Mineral ist in allen basischen Gesteinen als HGT zuhause, wie im Diorit, Gabbro, Basalt sowie im Diabas.

Farbliche Erscheinung :
weiß, hellgrau, dunkelgrau, dunkelgrün und farblos, nie rot oder gelblich und nie ganz schwarz

Härte nach Mohs :  6


19. Sodalit:
[Natrium-Alumosilikat]

Der Sodalit ist als Hauptgemengteil in allen Foidgesteinen enthalten und ist in allen Blautönen leuchtend gefärbt, selten auch lila oder purpur.

Härte nach Mohs :  5


20. Glimmer:
Der Glimmer ist eine Bezeichnung für eine Mineralgruppe, in der Biotit, Muskovit, Serizit, Phengit, Phlogopit und Glaukonit enthalten sind. Diese Minerale erkennt man an ihrem blättrigem Äußerem, die sogar hauchdünn und durchsichtig sein können. Überwiegend tritt der Glimmer in Form von kleinen Schuppen auf.

 

Härte nach Mohs :  2 - 3


21. Biotit:
Ein Mineral der Glimmergruppe mit Eisengehalt, daher ist es tiefschwarz bis dunkelbraun und nicht durchsichtig. Es tritt als Hauptgemengteil in den meisten Tiefengesteinen und einiger Ergußgesteine auf. Auch in den Gneisen und den kristallinen Schiefern auf. Der Biotit ist das häufigste Mineral der Glimmergruppe.
Achtung, Biotit kann schon durch Streusalz angegriffen werden, hierdurch entsteht Limonit, ein gelbliches Eisenhydroxid.

22. Muskovit:
Ein feinschuppiges silberglänzendes Mineral der Glimmergruppe. Es hat aus dieser Gruppe die höchste Standfestigkeit gegenüber Säuren.
23. Glaukonit:
Ein Glimmermineral mit feinstschuppigen bis erdigen Aussehen und einer besonders komplizierten Molekularstruktur. Es ist für die Grünfärbung vieler Sedimentgesteine verantwortlich und ist somit als NGT in vielen Sand-, Kalk- oder Schiefergesteinen vorhanden.
24. Silikate:
Eine Mineralgruppe, die bestimmend für die Farbzahl vieler Gesteine ist.
Zu ihr gehören :
Amphibol, Pyroxen, Olivin, Epidot, Turmalin, Cordierit, Sillimanit, Disthen, Titanit, Zirkon und Granat

25. Amphibol:
[Hydro-Alumosilikat]

 

 

Dies ist eine Untergruppe von Mineralen, deren bekannteste Hornblende und Strahlstein sind. Sie erscheinen meist tiefschwarz bis dunkelgrün, selten hellgrün. Diese Minerale treten meist in den dunklen Tiefen- und Ergußgesteinen auf, besonders im Syenit, Tonalit und Diorit.

Härte nach Mohs :  5 - 6


26. Pyroxen:
Diese Mineralgruppe hat als bekanntestes Mineral den Augit zum Inhalt, es ist eine Silikat mit schweren Metallen. Es tritt meist tiefschwarz mit bläulichem oder grünlichem Schimmer auf. Teilweise können sie sogar rosa, hellgrün, oliv, blaugrün oder goldbraun sein.
Es tritt in den meisten Magmagesteinen, wie Gabbro, Basalt und Diabas und hat eine äußerst hohe Beständiigkeit gegen Säuren, nur selten geht es durch Verwitterung in Amphibol über.

Härte nach Mohs :  5 - 6


27. Olivin:
Dieses Mineral tritt meistens flaschengrün, oliv oder gelbgrün auf, im verwitterten Zustand auch braun, rotbraun, schwarzgrün oder schwarz.
Es kommt in den ultrabsischen Magmagesteinen und einiger Metamorphite vor, als NGT auch im Gabbro, Diabas oder Basalt.
Olivin besitzt kaum Widerstandskraft gegen Säuren.

Härte nach Mohs :  6


28. Epidot:
Ein gelbgrünes bis hellolives Silikat mit halbmetallischem Glanz.

Härte nach Mohs :  6,5


29. Cordierit:
Ein Silikat mit blaugrauer, blaugrüner, grauer oder fast schwarzer Färbung. Es taucht in den Gneisen als Nebengemengteil auf.

Härte nach Mohs :  7


30. Serpentin:
Dieses Mineral ist ein Produkt von verwitterten Silikaten. Es ist vorwiegend dunkelgrün bis schwarz oder weiß. Es tritt als HGT im Serpentinit auf, aber auch in vielen basischen und ultrabasischen Metamorphiten, sowie im Marmor.

 

Härte nach Mohs :  2 - 4


31. Talk:
Dieses Mineral ist ein verwittertes Silikat und kommt in den Farben hellgrün, dunkelgrün, gelblich, braun, rötlich, grau, weiß oder schwarz vor.

 

Härte nach Mohs :  1


32. Erz:
Petrologisch ist versteht man darunter Verbindungen von schweren Metallen, die den magmatischen Gesteinen, aberauch den Sedimenten in geringem Anteil beigemengt sind.
33. Pyrit:
Ein Erz  mit schwarzgrünem Stich, meist in Magmagesteinen und Sedimenten enthalten.

 

Härte nach Mohs :  6


34. Hämatit:
Ein Erz mit schwarzer bis violetter Farbe, das sich in schwarzen Schuppen in Erscheinung bringt. Es ist meist für die Rotfärbung in den Gesteinen verantwortlich, da es immer feinst verteilt ist.

 

Härte nach Mohs:  6,5


35. Limonit:
Durch seine feine Verteilung in den Gesteinen, ist es meist für die Braun- oder Gelbfärbung der Gesteine verantwortlich. Limonit entsteht z.B. aus verwittertem Hämatit oder Glaukonit, durch diese Metamorphose kann sich Limonit chemisch nicht weiter zersetzen. Bei Einwirkung von großer Hitze entwickelt es sich zu Hämatit zurück. Dies ist in alten Naturwerksteinmauern ein Zeichen für alte Stadtbrände.
36. Struktur:
Die Struktur gibt in der Regel zuverlässig Auskunft über die Entstehung eines Gesteines, aber auch die Zuordnung einzelner Komponeten zueinander und die Anordnung der Gemengteile.
37. Textur:
Dies bezeichnet die typische optische Erscheinung eines Gesteines, die in ihren Begriffen oft Sinnbilder aus dem täglichen Leben wiedergeben, z.B. gewolkt, gebändert, gestreift, geblümt, etc.
38. Magmatite:
[Erstarrungsgesteine]

 

Zu diesem Gesteinsstamm gehören alle Gesteine, die durch die Erstarrung einer vulkanischen Schmelze (Magma) gebildet wurden.

Plutonite => Tiefengesteine

Vulkanite => Ergußgesteine


39. Plutonite:
[Tiefengesteine]

 

Die in Bewegung gekommene Magma (geschmolzenes Gestein) dringt in die Erdkruste ein und wandert in Jahrmillionen weiter in die Tiefe, wobei es dem natürlichem Erddruck ausgesetzt ist und so höher verdichtet wird als die an der Oberfläche erkaltete Magma.
Die meisten Tiefengesteine sind erstaunlich gleichmäßig n ihrer Farbe, Struktur und technischen Eigenschaften.


40. Granit:
Ein Tiefengestein, daß das häufigste und technisch wichtigste Gestein überhaupt ist. Das Aussehen in Farbe, Struktur und Zusammensetzung wird durch die Feldspäte bestimmt. Daneben kommen Quarz und Glimmer vor. Allerdings bestimmen die Alkalifeldspäte und die Plagioklase die Grundfarben des Granites.
Die Gemengteile liegen bei:
Alkalifeldspat  50-80 %
Quarz  20-50 %
Glimmer  0-10 %

 

oder
Plagioklas  10-40 %
Alkalifeldspat  30-60 %
Quarz  20-40 %


41. Rapakivi-Granit:
Eine Sonderform des Granites.
Der im Granit enthaltende Feldspat kristallisiert und bildet so kugelige Gebilde, die häufig von Biotit eingerahmt sind. Quarz ist nur in den Zwischenräumen enthalten.

42. Charnokit:
Ein Granit mit feinverteiltem Pyroxen, wodurch ein dunkelgrünes, mittel- bis grobkörniges Gestein ergibt. Der Quarz ist überwiegend bläulich und ist reichlich Erz vorhanden.
43. Syenit:
Kurz gesagt der Syenit ist ein Granit mit maximal 5 % Quarzanteil. Dieses Tiefengestein wird durch die Vorherrschaft von Alkalifeldspat bestimmt, dadurch ist er häufig rot, braunrot, purpur oder grau bis grünlich. Sollte Plagioklas enthalten sein, erscheint er auch mit weißen und grauen Kristallen.

 

Gemengteile:
Alkalifelspat  60-80 %
Biotit, Amphibol  20-40 %


44. Larvikit:
Syenitisches Gestein, bei dem die großen Alkalifeldspäte häufig einen großen Lichtschimmer zeigen. So z.B. Blue Pearl, Emerald Pearl oder Marina Pearl.
45. Diorit:
Der Diorit enthält genau wie der Syenit fast keinen Quarz und hat als Hauptvertreter nicht den Alkalifeldspat, sondern nur noch den Plagioklas. Hierdurch entsteht eine weiße bis hellgraue Tönung.

 

Gemengteile:
Plagioklas  60-80 %
Biotit, Amphibol  20-40 %


46. Gabbro:
Der Gabbro ist das zweithäufigste Tiefengestein. Das HGT besteht aus dem farblosen bis weißen Plagioklas, es war ursprünglich schwarzes Pyroxen enthalten, jedoch wurde hieraus durch Verwitterung Amphibol, dieser erscheint dunkel- bis hellgrün. Metallische Flocken aus Magnetit fallen aber immer an.

 

Gemengteile:
Plagioklas  40-70 %
Amphibol, Pyroxen, Olivin  20-50 %


47. Peridotit:
Der Peridotit ist ein Gestein, welches durch den Olivin beherrscht wird. Zu ihm gesellt sich noch Pyroxen, aber auch viel Erz. Der Feldspat fehlt komplett in diesem Gestein.

 

Gemengteile:
Pyroxen  20-40 %
Olivin  40-70 %


48. Foidgestein - Foyait:
Bei diesen Gesteinen handelt es sich um Tiefengesteine, bei denen sich kein oder nur kaum Feldspat gebildet hat. Hieraus entstanden sogenannte Feldspatvertreter, die Foide [Feldspathoid]. Diese sind Nephelin, Cacrinit und Sodalit, die alle eine auffällige Farbe haben. Leider sind die Foide chemisch und mechanisch nicht sehr beständig und sollten daher nicht wie Granit behandelt werden.

 

Foyait [z.B. Azul Bahia]:
Foide  20-50 %
Alkalifeldspat  30-50 %
Biotit, Amphibol, Pyroxen  10-20 %


49. Vulkanite:
Wenn Magma an die Erdoberfläche gelangt und sich dort ergießt, wie bei Vulkanausbrüchen, dann erkaltet diese wesentlich schneller, in Jahrtausenden oder weniger Tage, als wie bei den Tiefengesteinen. Bei den Vulkaniten trennt sich die Erscheinung der Gefüge, von der Struktur der Tiefengesteine. So das darin ein entscheidenes Merkmal zwischen den einzelnen Gesteinen besteht.
50. Rhyolit:
Der Rhyolit beinhaltet eigentlich alle Gemengteile, wie auch der Granit, jedoch tritt er optisch anders in Erscheinung. der Alkalifeldspat tritt meist weiß oder rötlich auf, wohingegen der Quarz dunkel und der Glimmer in Form von kleinen schwarzen Schuppen erscheint.
Früher wurde der Rhyolit als Quarzporphyr bezeichnet.

51. Trachyt:
Chemisch entspricht der Trachyt dem Syenit, das heißt er ist frei von Quarz. Der Feldspat tritt hier ebenfalls in großen Kristallen auf, die entweder weiß oder farblos sind. Weiterhin sind Amphibol und Glimmer-Schüppchen enthalten.
52. Andesit:
Im Andesit treten auch die Feldspäte kristallin hervor und es sind dunkle Kristalle von Pyroxen enthalten. Je nach dem Verhältnis des Gemenges erscheint der Andesit rot, grau, grün oder sehr dunkel.
53. Basalt:
Der Basalt ist ein sehr dunkles Gestein mit einem homogen Eindruck. Dies kommt durch den dunklen, schwarzen, braun oder dunkelroten Plagioklas zustande. Wenn er farblos sein sollte wird er durch den schwarzen Pyroxen verdeckt. Basalte aus tieferen Bereichen werden Dolerit genannt und sind vom Gabbro kaum zu unterscheiden.
54. Lamprophyr:
Unter diesem Begriff faßt man Gesteinsarten zusammen, die im Chemismus dem Andesit oder Basalt gleichen, allerdings haben sie andere Entstehungsweise, denn sie sind aus der Restschmelze eines Tiefengesteins entstammt.
55. Tuff:
Tuffe sind Gesteine mit einer sandigen oder erdigen Grundmasse, die einen erheblichen Anteil an Glas besitzt. Die bestechende Farbe reicht von weiß, grau, gelb, braun, rot, hell-, dunkelgrün, violett und fast schwarz, weiterhin kommt eine starke Streifung oder Bänderung dazu.
56, Pikrit:
Ein feinstkristallines Gemenge von Olivin und Pyroxen ergibt den Pikrit. Er ist ultrabasisch, kann sehr gut verarbeitet, allerdings nicht draußen verwendet werden. Das Gestein erscheint oft wolkig, flammig oder perlartig.
57. Sedimentgesteine:
Die Sedimentgesteine werden auch Ablagerungs- oder Absatzgesteine genannt. Auch hier gelten die Entstehungsweisen als gemeinsames Kennzeichen für diesen Stamm. So wurden Magmagesteine durch natürliche Prozesse zerstört und gelangen so zur Ablagerung, dies ergab die Grundmassen für die meisten Sedimente.
Man unterscheidet die chemische, mechanische und die organische Sedimentation.

58. mechanische Sedimente:
Durch die Naturgewalten (Eis, Wind, Wasser und Verwitterung) wurden die Ursprungsgesteine abgearbeitet und lagerten sich an anderer Stelle wieder ab.
59. chemische Sedimente:
Durch Säuren und Salze, aggressive Luft oder durch unterirdische Flüssigkeiten und Gase zersetzten sich die Ursprungsgesteine.
60. organische Sedimente:
Durch die Sprengkraft von Wurzeln, durch tierische, bzw. pflanzliche Ausscheidungen oder Ablagerungen, sowie durch Kleintiere und niedere Pflanzen wurden diese Ursprungsgesteine abgearbeitet und an anderer Stelle wieder zusammengefügt.
61. Zementation:
Dies ist die natürliche Verfestigung lockerer Massen und Trümmer, die durch das zirkulierende Wasser zwischen diesen Stoffen Tonminerale, Quarz, Kalk und Gips mit sich bringen kann. Somit spricht ein Geologe bei der Verwendung des Wortes "Zementation" von der natürlichen Verfestigung und nicht von dem künstlichen Zement.
62. Konglomerat:
Dies sind gerundete Trümmer, die einen gewissen Transportweg durch die natürliche Ablagerung hinter sich haben. Diese Trümmer werden durch die Zementation zusammengefügt.
63. Brekzien:
Diese Gesteinart ist aus ungerundeten Gesteinstrümmern entstanden, sie hatte keine Transportweg wodurch die Trümmer verrundet wurden, wie bei dem Konglomerat.
64. Sandstein:
Dieses mechanische Sediment hat seinen Namen seiner Struktur zu verdanken, da die Gesteinstrümmer eine Korngröße von 0,02-2 mm haben. Das Hauptgemengteil des Sandsteines ist Quarz, der sehr häufig in der enthaltenden Korngröße vorkommt. Die Zementation wird ausgelöst durch eine Verbindung von Quarz, Calcit, Tonmineralen und Chloriten.
Seine Farbe erscheint in weiß, gelb, braun, rot, oliv, grau, hellblau und manchmal fast schwarz.

 
65. Grauwacke:
Dies ist die Bezeichnung für einen Sandstein, der aus Gesteinsbruchstücken von Schwarzschiefer, dunklen Quarzite und Magmagesteinen besteht. Sie sind meist dunkel oder bräunlich.
66. Kalksandstein:
Durch gemeinsame Ablagerung von Kalk- und Quarzpartikel, die durch Calcit gebunden sind, entsteht Kalksandstein. Beispielhaft ist hierfür Anröchter oder Baumberger.
67. Schieferton:
[Tonschiefer]

 

Ein schiefriges Ablagerungsgestein mit der Basis von kohligen Bestandteilen.
Verwendete Sorten dieses Gesteins weisen eine so deutliche Schichtung auf, cm- oder mm-Dicke Platten mühelos gespalten werden können. Die Farbe beruht hauptsächlich auf den Bestandteilen Kohle - schwarz, Hämatit - rot und Limonit - gelb bis braun


68. Kalkstein:
Der enthaltende Kalk ist kein Urmineral sondern mußte sich erst aus diesen bilden, so entsteht Kalkstein, wenn Plagioklase und andere Silikate verwittern und anschließend mit Kohlendioixid reagieren. Calcit vermischt sich immer mit irgendwelche Pigmenten, dieses sind bituminöse Stoffe, Hämatit, Limonit, Glaukonit und andere Silikate. Hieraus entsteht eine Vielzahl an Farben von schwarz, grau, purpur, hochrot, karmin, rosa, dunkelbraun, hellbraun, ocker, gelb, creme, rotbraun, orange und grünlich, die in dem Kalkstein enthalten sein können.
69. Muschelkalk:
Darunter versteht man Kalkstein mit fossilen Einschlüssen, dessen Einschlüsse meistens auf Muschel, Brachiopoden, Schwämme, Korallen und Bryozoen.
70. Travertin:
Dies sind poröse Kalksteine, dessen Poren entweder durch Gaseinschlüsse oder aus Tonlagen, die im Nachhinein ausgewaschen wurden. Der Travertin ist ein relativ junges Gestein und hat seine Poren in kleine Größe oder in Ketten.
Travertin wird als chemisches Sediment anzusiedeln.

71. Porenkalk:
Die vorherrschende Farbe dieser Gesteine ist von weiß bis hellbräunlich, oft sind auch größere Fossile oder deren Reste eingelagert. Wegen ihrer guten Bearbeitbarkeit und ihrer guten Isolationseigenschaften sind sie als beständige Werksteine  etabliert.
Sie werden unter den chemischen Sedimenten eingeordnet.

72. Plattenkalk:
Dies sind feingeschichtete Kalksteine, die ebenfalls als chemisches Sediment anzusiedeln sind.
73. Onyx:
[Kalksinter]  chemisches Sediment

 

Dies ist eine besondere Form des Kalksteins, er ist feinkristallin, seine Ablagerung geschieht an kalten und heißen Quellen, in unterirdidschen Wasserläufen und durch Tropfung. Das Hauptgemenge des Onyx ist Aragonit, das chemsich den gleichen Bestand wie Calcit hat, aber ein anderes Raumgitter und dadurch eine höhere Eindringtiefe des Lichtes gestattet.


 74. Alabaster:
chemisches Sediment

 

Alabaster ist nichts anderes als gewöhnlicher Gips und somit ein Sulfat.


75. Metamorphose:
Metamorphose bezeichnet die gesamte Krafteinwirkung auf ein abgesunkenes Gestein, man sagt hierzu auch Umwandlungsgestein. Es gibt verschiedene Arten der umwandlung, wie z.B. Änderung der Feinstruktur und der Mineralbestände mit oder ohne Stoffzufuhr.
Die Metamorphite werden in zwei Kategorien untergliedert:

 

1. Regionalmetamorphose
Dies bezieht sich auf die Erhitzung einer ganzen Gesteinregion, wodurch die vorhandenen Gesteine erneut miteinander verschmelzen

2. Kontaktmetamorphose
Dies bezeichnet den Effekt, wenn vorhandene Gesteine erneut mit Magma durchtränkt werden und sich so in ihrer ursprünglichen Art verändern.


76. Orthogneis:
Der Orthogneis ist nicht anderes als Magmamasse des Granites (bzw. der Plutonite), die durch Pressung, Walzung oder Schieferung unter hoher Druckbeanspruchung gerichtet wurde. Somit kann ein Orthogneis kein Granit sein, wie umgangssprachlich oft behauptet wird, da dieser gleichmäßig gerichtet und erstarrt ist. Beim Gneis können einige Gesteinspartien auch eher erstarrt sein als die restliche Gesteinsmasse.
Der Orthogneis zählt somit zu den Metamorphiten.

77. Paragneis:
Die Entstehung ist völlig anders verlaufen als bei dem Orthogneis, hier sind Sedimentgesteine in die Tiefe abgewandert und es entwickelten sich stark geschieferte Glimmergesteine, die kristallisierten Biotit und Muskovit, sowie zu Feldspat umgewandelte Silikate. Durch ihr schiefriges Gefüge werden diese Steine auch Spaltgranit oder wie in Italien Serizzo, bzw. Sarizzo genannt.

 

Gemengteile:
Quarz  10-30 %
Na-Feldspat  40-70 %
Glimmer  10-30 %
sonst. Silikate  5-15 %


78. Granatgneis:
Metamorphit

 

So werden Paragneise mit beachtlich hohem Anteil an rotem Granat genannt.


79. Migmatit:
Ein Migmatit ist ein Mischgestein zwischem einen Ortho- und einem Paragneis. So wurden ehemalige metamorphose Sedimente durch die Granitschmelze erfaßt und durchdrungen.
Besonders sind die großflächigen Texturen dieser Gesteine, die sonst nur bei Marmoren und Kalkgesteinen vorkommen, dafür muß man aber Risse, Preller und eine hohe Wasseraufnahme in Kauf nehmen.

80. Quarzit:
Dieses metamorphe Gestein ist ein ursprünglicher Sandstein, der sich nur in seiner Festigkeit geändert hat und teilweise jetzt eine Schieferung aufweist.

 

Gemengteile:
Quarz  85-95 %
Feldspat  0-5 %
Glimmer  3 %
Erz  2 %


81. Glimmerquarzit:
Dies sind Quarzite, die in ihrem Ursprungsgestein einen tonhaltigen Sandstein hatten. Dadurch entstehen aus den Tonpartikeln derartig viel Glimmerpartikel, das dieses Gestein schon fast wie ein Glimmerschiefer aussieht, es behält aber die Eigenschaften des Quarzites bei.

 

Gemengteile:
Quarz  50-90 %
Feldspat  0-10 %
Glimmer  5-10 %


82. Glimmerschiefer:
Wenn in dem Ursprungsgestein dieses Metamorphiten mehr Tonanteile als Quarz vorhanden waren so ergibt nach der Metamorphose mehr Glimmer und es entstehen schuppige Lagen, die sich fast immer in Biotit ausbilden. Hierdurch erscheint das Gestein sehr dunkel, wobei auf den Spaltflächen aber kaum ein Unterschied zwischen Glimmerquarzit oder Glimmerschiefer zu erkennen ist, allerdings hat der Glimmerschiefer eine geringere Festigkeit und ist somit besser für Wandbeläge geeignet.
83. Serpentinit:
Als Basis für diesen Metamorphiten waren nicht die Sedimente ausschlaggebend, sondern die Magmagesteine. Besser gesagt die Peridotite, diese Gesteine beinhalten Olivin, Pyroxen und Amphibol, welche in geringer Tiefe zu Serpentin umgewandelt werden, dabei wird zusätzlich Wasser aufgenommen und die Metalle abgeführt.
Der Serpentinit erscheint in seiner Farbe dann hellgrün, grau, blaugrün, dunkelbraun, ocker oder gelb.

 

Gemengteile:
Olivin  0-20 %
Serpentin  70-90 %
Calcit, Magnesit  5-15 %
sonst. Silikate 5-10 %


84. Marmor:
Durch die Kristallisation der Calcitmoleküle entsteht unter hohem Druck und großer Hitze aus einem Kalkstein der Marmor, durch diese Veränderung werden aus den bitumen Bestandteilen Graphit, die Fossileninhalte verschwinden komplett und die kräftigen Farben des Kalksteins ändern sich in hellere. Aus den vorherigen Pigmenten werden Glimmer und der Limonit und der Hämatit kristallisieren ebenfalls aus.
Wichtig ist sich darüber klar zu sein, daß es nur wenige Lagerstätten gibt die ein gleichmäßiges Material in Farbe und Textur abbauen.

85. Rohdichte:
[kg / dm³], BRG = Berechnungsgewicht

 

Das Gewicht eines trockenen Steines ohne Berüchsichtigung seiner Porösität.


86. Reindichte:
[kg / dm³]

 

Das Gewicht der eigentlichen Steinsubstanz, gemessen wird die pulvrisierte Masse des Gesteins.


87. Porösität:
[%]

 

Volumen des gesamten Porenraumes, welches aus dem Dichtigkeitsgrad errechnet wird.


88.  Dichtigkeitsgrad:
Verhältnis der Rohdichte zur Reindichte, ohne Benennung
89. Frostbeständigkeit:
Diese liegt vor, wenn ein Gestein 25-mal auf -15 C° abgekühlt und dann wieder aufgetaut wurde, hierbei dürfen sich keine Absandungen, Abplatzungen usw. zeigen.
90. Chemische Resistenz:
Dies gibt das Verhalten eines Gesteins bei Behandlung durch gängige Säureeinflüsse wieder.
91. Druckfestigkeit:
[N / mm²]

 

Diese Festigkeit gibt die Kraftgröße in N an, die ein Probekörper von seiner Verformung  bis zu seiner Zerstörung, auf einen mm², ausgestanden hat.
Durchführung nach DIN 52105


92. Biegezugfestigkeit:
[N / mm²]

 

Dies gibt die Krafteinwirkung bis zur Zerstörung eines Gesteins an, die in einen Versuch gemessen wird, in dem man einen Probekörper auf zwei Auflagern im Mittel- oder Drittelpunktverfahren von oben belastet. 
Dieser Versuch wird nach DIN 52112 durchgeführt.


93. Abriebfestigkeit:
[cm³ je 50 cm²]

 

Dieser Wert gibt den Abrieb eines Gesteins in dem Versuch der Schleifscheibe nach Böhme an, in dem ein Probekörper auf eine genormte mit Korund bestreute Schleifscheibe aufgesetzt und mit 294 N belastet wird. Die Schleifscheibe hat eine genormte Umdrehungsgeschwindigkeit. Nach dem Versuchsende der verbliebene Probekörper neu bemessen und so die Menge des Abriebs gemessen.
Durchführung nach DIN 52108


94. Ausbruchsfestigkeit:
[N]

 

Dies gibt die Kraftbeständigkeit eines Gesteins an, welches an der Plattenkante einen Ankerdorn eingesetzt bekommt und mit einer Kraft am ungünstigsten Punkt belastet wird.

 

95. Koalinit :
Al4[(OH)8|Si4O10]

Kaolinit ist ein sehr häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der Schichtsilikate und wird der Kaolinit-Serpentin-Gruppe zugeordnet. Es ist ein typischer Vertreter der Tonminerale und entwickelt meist blättrige, schuppige, erdige oder massige Aggregate, selten aber auch pseudohexagonale Kristalle von überwiegend weißer Farbe. Durch Verunreinigungen kann seine Farbe aber auch ins rötliche, bräunliche oder bläuliche spielen. Seine Strichfarbe ist weiß. Kaolinit respektive Kaolin findet überwiegend in der Herstellung von Porzellan, als Füllmaterial in Farben und Plastik, als Füllmaterial und Appretur in der Papierherstellung, sowie bei der Ziegelherstellung und als feuerfestes Material Anwendung. Wichtigstes Verwendungsgebiet ist heutzutage die Beschichtung von Papier, wofür rund 60 % des Kaolins aufgewendet werden.

 


Naturstein 2
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